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Panasonic Corporation

Panasonic ist einer der größten Elektronik-Hersteller der Welt. Mit Sitz in Kadoma, Japan, ist das Unternehmen der zweitgrößte Konzern der Branche dieses Landes. Lediglich Hitachi ist in Sachen Umsatz und Mitarbeiterzahl noch davor anzusiedeln. Während aufgrund des Japan-China-Krieg und viele andere Umstände auch rein technische Teile im Sinne von Business-to-Business gebaut werden, spezialisierte sich Panasonic anschließend auch auf Endverbraucher und stellt eine große Reihe verschiedener Produkte her. Darunter fallen vor allem Digitalkameras, Fernseher, HiFi-Anlagen und vieles mehr. Doch auch Leuchtmittel, Motoren oder Photovoltaik-Module gehören zu dem Sortiment. In dem folgenden Text wird erst die Geschichte des Unternehmens behandelt und anschließend auf die Produkte eingegangen.

100 Jahre Panasonic

Am 07. März 1918 wurde das Unternehmen von Konosuke Matsushita gegründet. Ein Grund, weshalb erst vor kurzem das größte Jubiläum im Hause Panasonic gefeiert wurde. 100 jähriges Bestehen mit durchgehend hochqualitativen Produkten und einer gelungenen Firmenstruktur. Diese ist mittlerweile zwar so ähnlich wie die von LG, dennoch ist sie etwas übersichtlicher gestaltet und nicht ganz durch verwinkelt, wie bei den südkoreanischen Nachbarn.

Die ersten Produkte waren Fassungen für Glühbirnen und vor allem auch Adapter. Im ersten Jahrzehnt nach der Gründung hat sich die Produktpalette dann auf Fahrradlampen, Bügeleisen, Radios und sogar Elektromotoren erweitert. Der Japanisch-Chinesische Krieg, der 1937 begann, förderte dann die Einnahmen des Unternehmens. Panasonic lieferte militärische Produkte an die japanische Marine, wodurch die Anzahl der Angestellten auf über 26.000 anwuchs und stattliche 67 Tochtergesellschaften zu der Firma gehörten.

Nachdem der Krieg 1945 beendet war ging es jedoch genau so schnell bergab, wie es durch die Auseinandersetzungen der Länder bergauf ging. Die US-amerikanische Besatzungsmacht dezentralisierte das Unternehmen in viele kleine Einheiten und warfen den Gründer Konosuke Matsushita aus seiner eigenen Firma. Erst fünf Jahre später durfte er dank einer Petition zurückkehren und hatte mehr Tatendrang, denn je zuvor. So wurde in einer Kooperation mit Philips 1952 der erste Schwarz-Weiß-Fernseher produziert. Kurz darauf folgten Küchengeräte, wie Kühlschränke, Bügeleisen, Waschmaschinen und auch Staubsauger oder Elektrorasierer.

Innovationen

In diesem (das soll nicht negativ klingen) „Entwicklungswahn“ entstanden in den 70er Jahren dann viele Innovationen. Unter anderem erfand Panasonic den Kühlschrank mit separatem Gefrierschrank, den Direktantrieb für Plattenspieler, einen programmierbaren Waschvollautomat und 1972 sogar die Raumheizung. Hinzu kam die erste Klimaanlage und das VHS-Forma, das sich im weltweiten Formatkrieg für viele Jahre durchsetzte.

Matsushita war unermüdlich, weshalb er in den 1990er Jahren mit seiner Dachfirma an vielen weiteren Erfindungen beteiligt war. So gehen der DVD-Standard auf sein Konto und vor allem auch die ersten Plasmabildschirme in HD-Qualität. Hier ist der perfekte Bogen zu der Entertainment-Branche des japanischen Konzerns hergestellt, in der Panasonic spätestens seit der Jahrtausendwende einen hohen Stellenwert genießt. Die Forschungsinstitutionen lieferten in dieser Zeit beste Arbeit und konnten unter anderem die schärfsten Bildschirme der Welt vorweisen.

Entertainment-Bereich

Dadurch hat Panasonic auch heute noch einen sehr guten Ruf in der Unterhaltungs-Branche. Sowohl die HiFi-Anlagen, als auch die Fernseher entsprechen einem hohen Standard. Dabei ist die Fülle der Modelle erdrückend. So ist bei den Smart-TVs eine Reihe hochmoderner Flatscreens gegeben, die sowohl normale LED-Technik nutzt, als auch OLEDs. Somit muss man sagen, dass Panasonic zu den modernsten Herstellern von Fernsehern auf der ganzen Welt gehört.

Die OLED-Technologie wird nämlich nicht von jedem etablierten Hersteller genutzt, da sie relativ teuer in der Produktion ist und nicht alle Kunden im Endeffekt so viel Geld für einen Fernseher ausgeben wollen. Entsprechend ist es gut möglich, dass die OLED-Technik bald von einer anderen Technologie abgelöst wird, die günstiger in der Produktion ist, bei nahezu gleicher Bildqualität. Hier könnte sich die Quantum Dot-Technologie durchsetzen. Aus diesem Grund finde ich Hersteller, die dennoch mit OLEDs arbeiten ansprechend, da sie sich nicht vor neuer Technik scheuen.

Foto & Video

Doch dieser Drang, immer ganz vorne dabei zu sein, zeigt sich nicht nur bei den exzellenten Fernsehern, sondern auch bei den Spiegelreflex- und Digitalkameras. Während nun die Bereiche der Haushaltsgeräte und auch der innovative Smart Home-Bereich ignoriert wird, muss definitiv noch auf die Kameras eingegangen werden. Neben den großen, spezialisierten Herstellern Canon und Nikon ist Panasonic eine echte Bank in diesem Bereich.

Sowohl die Objektive, als auch die verbaute Technik in den Kameras selbst, sind auf dem neusten Stand. Sie stellen auch der professionellen Filmbranche gute Möglichkeiten, scharfe Aufnahmen zu machen. Mit der Lumix-Reihe positioniert sich Panasonic im Hochpreissegment für Kameras und lässt die EOS-Reihe von Canon oder auch Nikon-Modelle in so manchen Aspekten links liegen.

Ausblick

Anders als bei LG, die durch eine gewisse undurchdringbare Firmenstruktur an Glaubwürdigkeit verlieren, oder Grundig, die um die Jahrtausendwende ihr Unternehmen nicht mehr halten konnten, wird Panasonic solche Probleme nicht bekommen. Dafür ist der Konzern zu sicher in seiner breiten Aufstellung und liefert zudem eine zu hohe Qualität, um sich angreifbar zu machen. Sowohl die Fernseher, als auch die Kameras sind in der obersten Klasse anzusiedeln, wodurch sie ein immer ernstzunehmender Konkurrent auf dem Markt sind. Jegliche Produkte der Firma können empfohlen werden.