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Ratgeber zu DVB-T2

Derzeit laufen bereits erste Tests mit dem neuen Standard für Antennenfernsehen: DVB-T2. Obwohl bereits nächstes Jahr der Regelbetrieb aufgenommen wird, gibt es bei den Fernsehzuschauern noch viele Unklarheiten, was das für den Empfang ihrer Sender heißt. Dieser Ratgeber klärt über die wichtigsten Punkte zum neuen „Überallfernsehen“ auf.

Was ist DVB-T2?

Sat-Anlage auf dem Dach

DVBT-2 soll der neue Standard werden

Die Abkürzung DVB-T2 steht für Digital Video Broadcasting Terrestrial. Die Zahl „2“ bedeutet, dass es sich um eine neue Stufe des Standards handelt. Der wesentlichste Unterschied zum aktuellen Antennenfernsehen ist der Videostandard. Zum Einsatz kommt High Effency Video Coding (HEVC). Der Vorteil dieser Technik besteht darin, dass zum einen bei der Übertragung der Sender eine deutlich geringere Datenmenge übertragen werden muss. Das schafft Platz für zusätzliche Sender. Zum anderen können die Anstalten ihre Programme in Top-Qualität senden. DVB-T2 steht damit für Antennenfernsehen in HD-Qualität.

Wann kommt DVB-T2?

Aktuell laufen in vielen Ballungsgebieten bereits beide Standards parallel. DVB-T und DVB-T2 werden gleichzeitig gesendet und je nach Empfangsgerät kann der Zuschauer eins davon sehen. Nach dieser Testphase soll ab Juni 2017 der Regelbetrieb des neuen Standards starten. Bis 2020 wird dann DVB-T abgeschaltet.

DVB-T2: Welche Sender werden ausgestrahlt?

ARD und ZDF sowie die dritten Programme werden ihre Haupt- und Spartensender kostenlos ausstrahlen. Welche Privatsender welche Programme in welchen Regionen senden, ist noch unklar. Einige Private haben jedoch bereits erklärt, die Ausstrahlung zu verschlüsseln und nur gegen eine geringe Monatsgebühr freizuschalten. Mehr zu den Programmen ist hier nachzulesen.

Welcher Fernseher ist für den Empfang von DVB-T2 geeignet?

Set top Box für den zusätzlichem Empfang verschiedenster Kanäle.

Set Top Box (STB)

Wer ab 2020 nicht vor einem schwarzen Bildschirm sitzen möchte, muss aufrüsten. Fast alle Flachbildfernseher sind in der Lage DVB-T2 zu empfangen. Allerdings ist in den meisten Fällen eine Set-Top-Box erforderlich. Diese wird zwischen Antenne und Gerät geschaltet und decodiert die Signale so, dass die Programme normal zu empfangen sind. Allerdings sollten die Fernseher HD-tauglich sein. Denn nur dann werden Bild und Ton wirklich in Top-Qualität ausgestrahlt. Vorsicht ist bei Bezeichnungen wie „DVB-T2-HD-tauglich“ anzuraten. Diese bedeuten nur, dass der Fernseher wie jeder andere Flachbildschirm mit einer Set-Top-Box die Programme zeigen kann. Es geht aber auch ohne Zusatzgerät. Das ist (nur) dann der Fall, wenn der Flachbildfernseher mit einem grünen Logo „DVB-T2 HD“ ausgestattet ist. Die bisherigen Antennen können dagegen entgegen anderen Aussagen des Handels weiter genutzt werden.

Unterwegs: DVB-T2-Stick als Alternative

Wer Fernsehen unterwegs genießen möchte, kann wie bisher auf einen Stick zurückgreifen. Allerdings muss dieser den neuen Standard DVB-T2 unterstützen. Das ist nur bei so bezeichneten Sticks möglich. Alte DVB-T-Sticks sind nicht kompatibel. Um im Garten oder unterwegs die Lieblingssendung zu schauen, ist neben Strom also ein neuer DVB-T2-Stick erforderlich. Mit einem solchen Zusatzgerät ist es dann auch möglich, ohne Mobilfunk- oder Internetverbindung hochauflösendes Fernsehen auf Computern oder Tablets zu empfangen.


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